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Strahlen. Musik. Sonnenstrahlen. Schlechte Laune, gute Laune. Das - wohl übliche - Wechselspiel. Erstaunlich wie man sich mit Musik selbst bescheissen kann. Gute Laune.

“Das ist das Problem an uns Männern. Kopfgesteuert”. Nette Zusammenfassung eines Problems - welches eigentlich keines ist. Frank ist abgeklärt. Hat dieser Mensch eigentlich nie Frauen Probleme?

“Aber wir fahren nur bis zur Tanke hinter der Grenze”. Spielverderber. Aber was will man auch sonst in Tschechien? Bier. Tanken. Zigaretten kaufen. Die Tour dauert 10 Minuten, dann sind wir an der besagten Tanke und Frank hat mein komplettes Problem analysiert.

Ich werde mal wieder von meinen Träumen genervt. Erzähle Frank davon. Für ihn scheint das alles sonnenklar - für mich nicht. Aufwachen. Johanna da. Johanna weg. Wasn’ Kack.

“Es geht dir gar nicht um Johanna. Was fehlt dir denn?” “Naja, das Abends nicht alleine einschlafen ist so eine Sache die vermiss ich schon.” “Und das muss Johanna sein?” “Nein, eher so generell”. “Na, siehste. Dann biste doch eigentlich drüber hinweg. Wird also Zeit das du dich mal wieder unter Leute begibst.”

Wow. ein Dialog - kürzer hätte er bei dieser Thematik eigentlich nicht sein können. Länger hatte aber auch nicht wirklich Not getan.

Das meine Versuche genau dies zu ändern, furchtbar daneben gingen, will ich Frank nicht schon wieder unter die Nase reiben. Aber das war auch alles eher ein Griff ins Klo - schöner ausgedrückt - eine Farce.

Auf der Hinfahrt warten nichtmal Grenzer auf uns. Schengen ist schon weit gekommen. Vor zwei Jahren haben Sie mir hier wenigstens noch das Auto auseinander genommen.

Während ich also noch überlege, wie ich unseren Aufenhalt in Tschechien verlängern könnte, bezahlt Frank schnell an der Tanke.

Vor zwei Jahren sah meine Welt auch noch sehr anders aus. Auswandern, das war der Gedanke damals. Hätten wir vielleicht machen sollen, ob das was geändert hätte - ich bezweifel es. Erlebt man in Träumen manchmal die Alternativpfade die es im Leben hätte geben können? Eigentlich eine spannende Idee. Dann jedenfalls bin ich froh, das ich nicht diese Alternativ-Pfade genommen hab. Es sah alles mal ganz anders aus. Haus. Gedanken an Kinder. Immer wieder Ihre nervende Eltern: “Nun kauft doch endlich das Haus”. Ich bin zudem Zeitpunkt - dem Himmel sei Dank - stark geblieben. Die Idee auch noch son Haus an der Backe zu haben. Kinder, Haus, so schlecht klang das alles mal gar nicht. Im Nachhinein hätte es vieles komplizierter gemacht. puh. Der Seufzer entfährt mir laut. Frank schaut mich an. In zehn Sekunden hab ich grad nochmal drei Jahre durchlebt.

Auch auf der Rückfahrt keine Grenzer. Schade, ich hatte mich schon drauf gefreut an der Grenze verschmitzt zu grinsen und mit Peter Tosh aus der Anlage auf Breit zu tun. Nun ja, dieser Spass ist mir also heute nicht gegönnt. An der holländischen Grenze wäre es spannender gewesen, aber ich muss mich ja in der Oberpfalz rumtreiben.

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